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Arkadi Junold
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Die grand opera bei Berlioz, Verdi und Wagner

Die grand opera gilt allgemein als Operngattung, in der sich das Repräsentationsbedürfnis der französischen Bourgeoise des 19. Jahrhunderts darstellt. Der Autor dieser Arbeit geht der Frage nach, wie das soziologische Umfeld, in dem diese Opern entstanden, auf die Gattung zurückwirkt und welche Parameter dieser Opernform dazu geeignet sind, der bürgerlichen Repräsentation zu dienen. Abgesehen davon bietet sich eine Opernform, die wie kaum eine andere von nichtfranzösischen Komponisten geprägt wurde, an, den Begriff der Nationalen Schule, wie er im 19. Jahrhundert aufkam, zu diskutieren, denn diese internationale Ausrichtung gepaart mit der Tatsache, daß Paris als das europäische Musikzentrum des 19. Jahrhunderts gilt, beförderte auch den internationalen Austausch von Kompositionsformen. Keine andere Operngattung lebt zudem davon, historische Stoffe in diesem Umfang aufzugreifen. Bei den Ausführungen zu den handelnden Personen, der Handlung oder auch der politischen Aussage der Stücke sollte nicht vergessen werden, daß die historische Oper analog zum historischen Film, historischen Roman oder auch historischen Schauspiel über die Freiheit verfügt, geschichtliche Zusammenhänge ohne Rücksicht auf die zugrundeliegenden Fakten darzustellen. Daher wird zumindest im Ansatz versucht, einen Vergleich mit der historischen Vorlage zu wagen, da man so nicht nur die Intention des jeweiligen Komponisten besser herausarbeiten kann, sondern auch, wie eine Epoche mit den historischen Fakten umgeht.

Die grand opera bei Berlioz, Verdi und Wagner, Berlin: 2011, ISBN: 9783940863317

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