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Symbolik-Analyse von Tatorten: Fallstudie Ritualverbrechen

Interpretationspsychologische Methoden wie die Symbolik-Analyse von Tatorten werden in den USA erfolgreich als Methoden der Criminal Investigative Analysis eingesetzt, um Verbrechen aufzuklären, die in einem rituellen Kontext stattfinden (Ritualistic and Occult Crimes). Ritualverbrechen unterscheiden sich grundlegend von Tötungsdelikten in der gebräuchlichen juristischen Klassifikation; sie erschließen sich dem allgemein vorherrschenden gesellschaftlichen Verständnis von Tötungshandlungen nicht. Die Analyse und Aufklärungsarbeit muss ansetzen bei einer Typologie archetypischer Symbole und symbolischer Handlungsformen, die das Tatort-Umfeld und die Tathandlung strukturieren und wesentliche Elemente wie eine overkill action, eine Platzierung der Leiche und eine Inszenierung des Tötungsaktes sichtbar machen.

Die vorliegende Symbolik-Analyse untersucht mithilfe der dargestellten interpretationspsychologischen Methoden den Tatort Brooke-Wavell-Barracks in Berlin aus dem Jahr 2007. Dieser Fall kann als exemplarisch für ein Ritualverbrechen gelten, bei dem die dargestellten Analysemethoden ein symbolisch komplexes Tatort-Umfeld freilegen. Für die Erstellung eines Täter- und eines Opferprofils wird, ergänzend dazu, ein hermeneutisch- psychologischer Analyseansatz verfolgt, der das von Michel Foucault entwickelte Schichtmodell der Macht anwendet.

Ulrike Abraham, Symbolik-Analyse von Tatorten: Fallstudie Ritualverbrechen, Berlin: 2016, ISBN: 9783940863829

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